
Generierte Audios nach Ausfüllen des Fragebogens

Memory Spaces
Pierre Suckrow, Franz Hagen und Alessandro Mac-Nelly
„Memory Spaces“ ist eine innovative Kunstinstallation, die es den Teilnehmern ermöglicht, ihre persönlichen Erinnerungen durch akustische Reize neu zu erleben. Entwickelt im Rahmen des Masterstudiengangs Design & Computation, zielt dieses Projekt darauf ab, Erinnerungen durch den Einsatz von Generativer KI und Natural Language Processing in einzigartige Klanglandschaften zu verwandeln.
Der Prozess beginnt mit einem Fragebogen, in dem die Teilnehmer ihre Erinnerungen detailliert beschreiben. Hierbei verwenden wir psychologische Fragemethoden, die auf den Forschungen von Singer und Moffitt basieren, um die Erinnerungen der Teilnehmer zu kristallisieren. Die eingereichten Beschreibungen werden von einem fortschrittlichen Sprachmodell analysiert und in spezifische akustische Erlebnisse umgewandelt. So kann beispielsweise die Erinnerung an das Fahrradfahren durch Geräusche von rollenden Reifen und Wind simuliert werden, während die Erinnerung an den ersten Kuss durch leise Hintergrundmusik und das Rauschen eines nahegelegenen Flusses unterstützt wird.
Die erzeugten Geräusche werden den Teilnehmern in einem speziell eingerichteten, abgeschirmten Raum präsentiert, der sie von der Außenwelt isoliert und eine immersive akustische Umgebung schafft. Diese künstliche Bubble besteht aus mehreren miteinander verbundenen, aufblasbaren Strukturen, die eine spielerische und zugleich intime Atmosphäre bieten. In dieser Umgebung können die Teilnehmer ihre eigenen Erinnerungen erkunden und sich auch in die Erinnerungen anderer hineinversetzen.
Die erste Iteration von „Memory Spaces“ wurde am Ende des Wintersemesters 2023/2024 im Rahmen einer Ausstellung des Masterstudiengangs Design & Computation präsentiert. Diese Skulptur ermöglichte es mehreren Nutzern, ihre eigenen Erinnerungen zu erforschen und sich auch in die Erinnerungen anderer zu vertiefen. Die Struktur, bestehend aus drei miteinander verbundenen aufblasbaren Bubbles, ermöglichte es bis zu zehn Personen, gleichzeitig in verschiedenen Zonen der Erinnerungen zu interagieren.
Unsere Installation geht über die einfache Wiedergabe von Klängen hinaus. Sie zielt darauf ab, eine tiefere emotionale Verbindung zu schaffen, indem sie die Teilnehmer in ihre eigenen Erinnerungen zurückversetzt und es ihnen ermöglicht, vergangene Erlebnisse auf eine neue, sinnliche Weise zu durchleben. Die immersive Klanglandschaft, ergänzt durch eine sorgfältig gestaltete physische Umgebung, schafft ein einzigartiges Erlebnis, das sowohl individuell als auch gemeinschaftlich ist.
Unser Ziel ist es, die Grenzen zwischen Kunst und Technologie weiter zu verschieben und eine noch tiefere Verbindung zu den persönlichen Erinnerungen der Teilnehmer zu schaffen.
https://memory-spaces.de/ (English)
Fragebogen/Questionnaire
Wir möchten, dass Sie sich an ein Ereignis in Ihrem Leben erinnern. Dieses Ereignis muss wichtig sein, um zu definieren, wer Sie sind. Mit anderen Worten, diese Erinnerung sollte sich auf ein Ereignis beziehen, das Ihnen hilft zu verstehen, wer Sie als Individuum sind. Etwas, das Sie mit jemandem teilen würden, wenn Sie möchten, dass diese Person Sie auf grundlegende Weise versteht. Dieses Ereignis kann eine positive oder negative Erinnerung sein. Die Erinnerung sollte ein Ereignis sein, an das Sie schon oft gedacht haben. Es sollte Ihnen auch vertraut sein, z. B. ein Bild, das Sie sich oft angesehen haben, oder ein Lied, das Sie auswendig gelernt haben.
1. Allgemeines Erinnern: Erinnern Sie sich an eine Zeit in Ihrem Leben, die eine starke emotionale Reaktion hervorruft, sei es Freude, Trost, Traurigkeit oder eine Herausforderung, der Sie sich stellen mussten. Das kann eine Zeit bedeutender Veränderungen sein, ein Hindernis, das Sie überwunden haben, ein Moment der Schönheit, des Friedens oder auch eine schwierige Zeit. Können Sie einen größeren Zeitraum oder ein Ereignis beschreiben, das Ihnen aufgrund seiner emotionalen Wirkung besonders auffällt?
2. Eingrenzung: Können Sie sich aus dieser Zeit an einen bestimmten Tag, einen Moment oder sogar ein einfaches Vergnügen erinnern, das diese Zeit für Sie symbolisiert? Was haben Sie gemacht, und wer war dabei, wenn überhaupt?
3. Emotionale Tiefe: Wenn Sie sich auf diese bestimmte Erinnerung konzentrieren, welche Gefühle empfinden Sie dann? Sind diese Emotionen mit dem Moment selbst verbunden oder haben sie sich im Laufe der Zeit entwickelt, als Sie darüber nachdachten?
4. Sinnesbezogene Details: Konzentrieren Sie sich auf die Geräusche, die mit dieser Erinnerung verbunden sind. Was können Sie hören, wenn Sie sich diesen Moment noch einmal in Erinnerung rufen? Wie verstärken oder reflektieren diese Klänge die Gefühle, die Sie mit dieser Erinnerung verbinden?
5. Visuelle Vorstellungskraft: An welche Bilder oder visuellen Details erinnern Sie sich bei dieser Erinnerung? Gibt es Farben, Formen oder bestimmte Objekte, die Ihnen besonders ins Auge fallen? Wie tragen diese visuellen Elemente zu Ihrer emotionalen Reaktion auf diese Erinnerung bei?
















