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HAWORTH - CoDesigner 


Der CoDesigner ist eine innovatives Architektur- Tool welches mithilfe einer künstlichen Intelligenz Bürogrundrisse innerhalb bestehender Pläne generieren kann.

Als Input braucht das Programm nur einen Grundriss mit Wänden, Fenstern und Türen woraufhin der Algorithmus eine passende Möbilierung plant.


Für eine hochwertige und gleichzeitig Arbeiterfreundliche Inneneinrichtung empfiehlt es sich allerdings weitere Paramter zu definieren. Die wichtigsten darunter sind die Arbeitskultur, Möbelanforderungen, Verhältnis Arbeitsplätze zu Mitarbeitern und wichtige Nachbarschaften einzelner Abteilungen die eingehalten werden sollen. 

Mit dem CoDesigner kann man Büros von 20 bis 500 Mitarbeitern auf meheren Stockwerken planen. 

Dieses Tool wurde von User-Generated-Design GmbH (UGD) für die internationale Möbelfirma Haworth Inc. entwickelt.  
 

https://vimeo.com/430286199 Haworth - CoDesigner Introduction

CoDesigner Web-Interface

Während meines Praxissemesters und meiner darauf folgenden Tätigkeit als Werkstudent war es meine Aufgabe, mein architektonisches Wissen zu nutzen, um als Kommunikations-Schnittstelle zwischen dem Kunden Haworth und unseren eigenen Programmierern bei UGD zu agieren. Im Jahr 2019 begann meine Tätigkeit, als die Software noch als Desktop-App konzipiert war und wir das Ziel hatten, eine webbasierte Version des Programms zu entwickeln. Dies ermöglichte es uns, Funktionen und Benutzeroberflächen von Grund auf neu aufzubauen. Erfahrungen bei Workshops mit Architekten und Einrichtungsberatern von Haworth waren hilfreich das Programm weiterzuentwickeln.

Zusammen mit Haworth besuchte ich ihre Kunden, Großunternehmen zum Teil aus der Automobilindustrie und nutzte den CoDesigner, um neue Großgrundrisse in Echtzeit zu planen. Hier offenbarte sich die Stärke des Programms: die Möglichkeit, in Workshops zusammen mit umziehenden Abteilungen ihre neuen Bürowelten in kürzester Zeit zu gestalten.

Ich führte die Workshops als live planender Architekt zusammen mit dem zuständigen Berater von Haworth und den Abteilungsleitenden des Kunden durch. Durch die direkte Einbeziehung der betroffenen Arbeitnehmer konnten schnell viele Varianten von Entwürfen ausprobiert werden, wobei das Feedback direkt einbezogen wurde. Diese Transparenz erwies sich in den meisten Fällen als positiv, doch es gab auch Situationen, in denen Unzufriedenheit geäußert wurde. Dennoch zeigt sich, wie wertvoll es sein kann, solch einen transparenten und direkten Planungsweg zu gehen.

Um den CoDesigner zu etablieren gab ich zusätzlich Kurse an Planungsbüros und es wurde ein Wiki mit Tutorials aufgebaut.

 

Ich bin sehr zufrieden damit, mein erstes Praxissemester nicht in einem klassischen Architekturbüro absolviert zu haben. Bei UGD konnte ich wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Kommunikation/Koordination, Softwareentwicklung und Innenarchitektur sammeln.

Beim Verschieben der Wegeführung rechnet die KI eine neue Variante

Individualisiertere Möbelgruppen können bearbeitet werden

 Wichtige Grundrissinformationen sichtbar machen

Es besteht die Herausforderung, dass die Nutzer des Programms oft Schwierigkeiten haben nachzuvollziehen, was die Künstliche Intelligenz genau macht. Deshalb vertraut der Mensch einem Computerprogramm in Bezug auf kreative Arbeit weniger. Menschen sind der Überzeugung, dass insbesondere Kreativität eine Eigenschaft ist, die uns von Computern unterscheidet.

 

Der Algorithmus optimiert einerseits hinsichtlich messbarer Daten, die die Anforderungen an die Planung dieses Projekts ausmachen. Die Qualitätsanzeige ermöglicht dem Planer eine gewisse Kontrolle über das Programm. Es ist jedoch von entscheidender Bedeutung, dem Nutzer die Möglichkeit zu geben, die Möbel im generierten Grundriss selbst zu verschieben. Selbst wenn dies zu einer Beeinträchtigung der Qualität führen könnte.

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